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Winterdienst auf Gehwegen

Winterdienst auf öffentlichen Gehwegen: Pflichtaufgabe für alle Eigentümer:innen und Nutzer:innen von Grundstücken:

„Wenn es draußen deutlich abkühlt und es weiß wird…“ -Rutschpartien und Unfälle verhindern - Streupflicht beachten !

„Wenn es draußen deutlich abkühlt und weiß wird…“ - dann müssen auch in Mainz die Schneeschippen und das abstumpfende Streugut wieder bereitgestellt werden. Bei der Ankündigung von Schnee- und Glatteis ist der Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz stets bestens vorbereitet. Schon in den sehr frühen Morgenstunden erfolgt dann der Dienst, um zu räumen und zu streuen. Durch den Entsorgungsbetrieb werden Straßen und einige Radwege im Stadtgebiet – minutiös abgestuft nach einer Prioritätenliste - von Schnee und Eis befreit.

Dazu zählen jedoch keine Bürgersteige und Fußwege (außer entlang eigener städtischer Grundstücke). Jede:r private Grundstückseigentümer:in hat hier entsprechend der gültigen Straßenreinigungssatzung selbst die Räum- und Streupflicht und muss für die Verkehrssicherheit der Fußgänger:innen Sorge tragen.

Grundregeln: Was und wie ist zu räumen?

Die gesamte Länge entlang des Anliegergrundstücks mit allen Straßenfronten, die an den öffentlichen Verkehrsraum grenzen, müssen geräumt und bestreut werden. Die Fläche auf dem Gehweg, die von Schnee und Eis befreit werden soll, sollte mindestens ein Streifen von 1,50 m Breite sein. Ist der Gehweg schmaler als 1,50 m, dann ist mindestens ein Streifen von 1 m zu räumen. In Straßen ohne Bürgersteig gilt, dass bei einer Straßenbreite ab 5,50 m ein Streifen von 1,50 m Breite entlang der Grundstücksgrenze zu reinigen ist.

Bei Straßen, die enger als 5,50 m ausfallen, muss mindestens ein Streifen von 1,00 m vom Schnee befreit werden. Schließen sich Parkplätze, Bankette, Pflanzgruppen oder ähnliche Einrichtungen an die Grundstücksgrenze an, ist auch hier ein Streifen von 1,50 m zu räumen. So muss auch der Zugang zu Fußgängerüberwegen oder Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs, die vor einem Grundstück liegen, vom Eis befreit werden.

Witterungsbedingt muss auch mehrmals am Tag geräumt und gestreut werden, je nach Schneefall, so dass die Sicherheit auf den Gehwegen gewährleistet ist. Schnee, der nachts gefallen ist, muss werktags bis 7.00 Uhr und sonn-und feiertags bis 8.00 Uhr entfernt sein. Die Räum- und Streupflicht gilt werktags von 7.00 bis 21.00 Uhr und sonn- und feiertags von 8.00 bis 20.00 Uhr.

Wichtig: das richtige Streumittel verwenden!

In Mainz ist - wie in den meisten anderen Kommunen auch - das Streuen von auftauenden Mitteln bzw. von Salzen verboten. Die Verwendung auf öffentlichen Wegen gilt als Ordnungswidrigkeit (Straßenreinigungsgesetz § 7, Abs. 1).  Verwendet werden dürfen daher nur abstumpfende Streumittel wie z. B. Lava, Sand, Splitt oder Asche. Diese Mittel verhindern wirkungsvoll ein Ausrutschen auf Schnee und Glatteis, ohne schädlich für die Umwelt zu sein und können in der Regel nach dem Aufkehren wieder verwendet werden.

Warum kein Salz?

Salz schadet der Umwelt: Es greift Wurzeln von Bäumen an, belastet die Böden und Gewässer, ist für die Tierwelt problematisch und sorgt auch für Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden.

Der Entsorgungsbetrieb arbeitet daher auch zum größten Teil mit Lavagranulat. Kommt Salz zum Einsatz, können - im Gegensatz zu Privatpersonen - die Fahrzeuge des Entsorgungsbetriebs aufgrund der Technik das Streuen des Salzes punktuell so steuern, dass möglichst wenig ins Abwasser und die Umwelt gelangt.

Weitere Fragen: Abfallberatung unter Telefon 12 34 56.